Musik- und Lifestylemagazin
Musik-Reviews Ausgabe No.44 (Nov./Dez. 2011) PDF Drucken E-Mail


AMBER – Pearls Of Amber
(Merlins Nose Records)
AMBER sind ein weiterer Act, der vom 2009 gegründeten Label “Merlins Nose Records” unterstützt wird. Das Label hat sich auf Psychedelic-/Folkrock spezialisiert und so lassen auch AMBER auf ihrem Album “Pearls Of Amber” psychedelische Klänge verlauten, die an die Woodstock Tradition geradezu nahtlos anknüpfen. AMBER klingen damit sehr authentisch und wenn man die Augen schließt, ist man fast da, in Woodstock.
“Pearls Of Amber” lädt zum Träumen und/oder Erinnern an vergangene Zeiten ein, indem sie schleppende Gitarren und hypnotische Melodien miteinander vermischen und den Hörer somit auf eine kleine Zeitreise in die 60er/70er-Jahre mitnehmen.
Marleen Karthaus



BIOMASS – Energy
Wahre Energie wird von diesem Tonträger von Biomass erzeugt. Energie aus Biomasse könnte eine so schöne Lösung für die energetischen Probleme dieser Welt sein. Aber jetzt wieder zur Musik. Und interessanterweise entwickelt sich im Moment die musikalische Szene besonders stark in einem Land, welches wegen der enormen Schulden am Rande des Ruins befindet. Also scheint eine Krise doch die Kreativität zu erhöhen. So könnte zumindest erklärt werden, warum zurzeit in Griechenland viele neue Acts entstehen. Die Energie dieses Albums entlädt sich in 6 feinen elektronischen Songs, die ganz ohne Gesang auskommen. Genau aus diesem Grund lässt sich das Werk auch sehr schlecht einordnen, aber wenn mal wieder ein neuer Terminator-Film oder ein Werk dieses Genres an den Start geht sollte der Regisseur definitiv mal bei den Griechen vorbeischauen und die Musik von Biomass in sein Konzept mit einbauen. 
Kai Grothaus



BLUE VELVET – Rotation
Blue Velvet in eine genaue Sparte zu drängen wäre schwierig, da die Band anscheinend einfach mit alles was ihnen unter die Finger kommt experimentiert. Was dabei herauskommt ist keineswegs hirnloser Krach, sondern Musik die sich sehen lässt. Bei Songs mit viel Bass fungiert dieser nicht nur als wummerndes Beiwerk, sondern passt sich wunderbar in den Song ein.. Blue Velvet haben ihren ganz eigenen Stil von Musik und lassen sich dabei anscheinend auch nicht davon beeinflussen was in der Musikszene besonders gut ankommt. Wirklich interessante experimentelle Musik die es wert ist mal reinzuhören.
Kristin Müller



BLOWSIGHT – Shed Devil
Schwedenimport der sich im Pop – Metall – Bereich ansiedelt und wieder einmal zeigt, das die Nordlichter immer noch zu überzeugen wissen. Nicht neu, doch hörbar, ausgewogen auf der einen, mainstreamlastig auf der anderen Seite, suchen die 3 skurrilen Musiker wohl noch den Sinn in ihrer Schaffensebene. Für Metaller gewohnt laut, schrill, gitarrengeprägt, fette Drums sind die 5 Stücke recht anspruchsvoll vorgetragen. Doch eben sich auch nicht bedeutend von der Masse an Angeboten auf dem Sektor abhebend. Es ist was es ist, eine Truppe, die sich sicher noch ihren Weg bahnen wird, Stolpersteine hinter sich lassen kann und nicht umsonst unter 16000 Teilnehmern im Jahre 2007 behaupten konnte und den Song Competition Preis gewann, auch wenn Sony eben Pate steht.
Neo



CADAVEROUS CONDITION – Burn Brightly Alone
Starry/ Cargo Records
Standen Cadaverous Condition nicht einmal für Grindcore??? Post Death Rock ("Driftwood"), Heavy Death Doom ("Ghost"), Death Metal ("Order of the Forlorn") und Neofolk ("Into My River") zu einem homogenen Extrem Metal Werk zu vereinen, ist nicht einfach, aber auch nicht unbedingt Ziel der sich stilistisch weit öffnenden Grazer Truppe, die "Burn Brigthly Alone", als Kompendium ihres Lebens und nicht als das zufällig angeschwemmte Treibgut der beindruckend nihilistischen Coverdarstellung betrachten. Der Death Metal bildet hier das Gerüst und vielleicht der Neofolk die Klammer für die weitläufige musikalische Spielwiese, so dass die Decemberists Coverversion "We Both Go Down Together" als Höhepunkt vorausschauend aufzeigt, was mit kontrapunktierendem Klargesang darüber hinaus noch alles möglich gewesen wäre. Wann bietet diese Welt endlich die integrierende Erkenntnis auf, dass nicht alles zu Tode gegrunzt werden muss, was sich an tolerierbaren "Songs" in extremen Spielarten tummeln darf und will.
Achim Edenhofer    



CHANNEL EAST – Window To Earth
(Echozone)
Wundebar melodischer entspannender Electro der zum Träumen einlädt. Das Album wird dominiert von weichen Synthesizer-Klängen mit einem leichten Bass und wird von einer weichen gesanglichen Stimme untermalt. Textlich wie auch gesanglich bewegen sich Channel East auf einem wirklich hohen Niveau und man kann einfach nur sagen das die Musik wirklich wunderschön ist und sicher einige Leute bei dem Song “Thank You” z.B. an Menschen denken die ihnen sehr Nahe stehen. Fernab von harten Beats und wummernden Bässen ist diese CD eine wundervolle Abwechslung zum abschalten, träumen und vielleicht auch Zeit mit dem Partner verbringen. Kurz gesagt: Ein unglaublich gut gelungenes, schönes Album welches es wirklich wert ist mal rein zuhören!
Kristin Müller



COLD – Superfiction
Emi Gold/Emi
Bei Cold handelt es sich um höchst anspruchsvollen Alternative Rock der Truppe um Band-Gründer Scooter Ward, der gesanglich mühelos zu Frontleuten wie Scott Stapp oder Aaron Lewis aufschließen kann. Cold veröffentlichten 1998 mit ihrem gleichnamigen Debüt stante pede einen Klassiker und setzten mit dem Album "Year of the Spider" aus dem Jahr 2003 gleich Genre-Maßstäbe. Sollte es tatsächlich Leute geben die "Suffocate" nicht kennen? Nach dem Album "A Different Kind of Pain" 2005 aufgelöst, folgt nun die schlagkräftige Wiedervorlage mit 12 erstaunlich frischen Songs. Die erste Single "Wicked World" rockt in bester Post-Grunge-Manier, "American Dream" ist pure Songwriting-Schlagsahne und die zahlreichen Balladen (die gegen Ende bissige Halb-Ballade "Emily" oder das Coldplay-artige "So long June" mit seinen leichten Beatles-Elementen) könnten für erneuten Goldstatus in den Vereinigten Staaten sorgen. Als Fazit bleibt, dass Cold-Songs immer eine gewisse Beschäftigung mit ihnen einfordern, um dann in unwägbare Höhen zu wachsen. Auch die Abwanderung einiger Gründungsmitglieder (u. a. Evanescence) hat daher nicht verhindern können, dass uns eine relevante Rockband revitalisiert erhalten bleibt.  
Achim Edenhofer



CRADLE OF FILTH – Evermore Darkly
(Peaceville (Edel))
Dani Filth und seine Mannen legen mit Evermore Darkly eine wunderbare EP vor die in einem Digipack mit DVD erscheint. Sie schließt den Bogen zwischen dem letztjährigen Album “Darkly, Darkly Venus Aversa und bildet bereits einen Vorgeschmack zum neuen Projekt von Dani Filth. Die DVD enthält eine Road-Doku und das komplette Konzert vom Graspop Metal Meeting und das Video zu “Lilith Immaculate”. Auf der CD befinden sich 8 Songs, das neue “Thank your lucky Star”, einem Remix von “Forgive me Father” und drei Demo-Songs aus der “Darkly, Darkly…-Session”. Ein besonderes Highlight dieser CD ist die Überarbeitung von “Summer Dying Fast”, die bereits einen Ausblick auf das nächste große Werk von “Cradle of Filth” bietet, denn zu diesem werden die CoF-Klassiker in Klassik-Überarbeitungen auf den Markt kommen. Man mag gespannt sein, wie diese Songs im klassischen Gewand auftreten werden.
Kai Grothaus



DE/VISION – Popgefahr
Zwei CDs prall gefüllt mit De/Vision Remixen. Popgefahr ist eine Doppel-CD vollgepackt mit einer vielfältigen Mischung von Remixen. Ein Großteil der Songs ist nun leider nichts wirklich neues - alte Songs halt einfach neu aufgemacht. Zwar sind die Remixe typisch für De/Vision auf hohen Niveau und von sehr hoher Qualität, nur leider werden nur richtige Fans auf Dauer noch Freude an der CD haben können für alle anderen kann sie sicher sehr schnell langweilig werden. Aber für alle De/Vision Fans heißt es: Zugreifen, reinhören und genießen!
Kristin Mueller



DIODATI – Diem Supremum Obire
Gwydion Enbarr gründete 1999 eine Band oder eher eine Art Projekt indem klassische Musik und
literarische Texte aufeinander treffen. Und gerade diese Kombination ist es, welche für die Besonderheit von Diodati sprechen. Es ist eine Mischung aus Kammermusik, Avantgarde und Klassik entstanden. Textlich geht es in “diem supremum obire”(latein.Übersetzung) um das Loslassen vom Leben, Sterben kurz den Tod erleiden, erleben. Die Stimme von Tysja geht ebenso unter die Haut wie der warme Sprechgesang von Gwydion Enbarr und Pianistin Ajna zeigt, daß
sie es wirklick gelernt hat, mit den Tasten umzugehen. Ein gefühlvolles, melancholisches Album das berührt und nicht nur ein Album für Klassik-Fans ist.
Anspieltipps: 2,3,5,8,10
Martin Ludl



DON FERNANDO – Dia De Los Muertos
(Impedance Records  / http://www.don-fernando.com)
Unter dem Namen würde man wahrscheinlich eher eine Spanische Band erwarten. Jedoch sind die Jungs um Andrew Simpson vom anderen Ende der Welt. Australien bringt somit eine Rock-Formation die sich ganz dicht am Metal bewegt. Gesang ist nämlich kaum mehr vorhanden. Eigentlich schreit Andrew einem seine Botschaften förmlich entgegen. Das dritte Album der Band ist kraftvoll, gut gemischt und bietet einem im Grunde alles, was man will, wenn man sich davon frei macht, dass es Astralischer Rock sein soll. Denn mit dem was die Band bietet, kann sie eventuell mit noch mehr von einem Ohrwurm im Album auch hier in Europa punkten. 11 Songs in knapp 50Minuten deuten auch auf kurzweilige Songs hin. Also dann?
Oliver Garrandt



EINHERJER – Norron
Indie Distribution As/Soulfood
Thors Hammer ("Naglfar") öffnet ähnlich ungemütlich Schädeldecken wie der die Schlagkraft mittelfristig erhöhende "Hebel" das eh´ unübersehbare Gesamtkonstrukt des europäischen Rettungsschirms. Ob dies aber die Zukunft der bedauernswerten Nachfolgegenerationen überhaupt langfristig zu sichern vermag, bleibt zumindest im zweiten Fall mit mulmigen Magengefühl abzuwarten. Thors Viking-Erben Einherjer aus dem norwegischen Haugesund (!) hingegen prophezeit man nach erfolgter Reunion zurecht eine goldene Nachwirkung. Wer seinen Black Folk Metal nach seinem Meilenstein "Blot" mit derart spannender Instrumentierung (Rocksounds in "Varden Brenne"; u. a. Amboss), Breitwandsounds und epischen Chören ("Balladen Om Bifrost") versieht, positioniert sich fernab letztlich trivialer Flötensounds vergleichbarer Bands. Der nördliche Kulturraum hat doch auch weitaus mehr aufzubieten, als die ewig wiedergekauten Paganklischees. Komplexer und getragener als früher besitzen Einherjer nun genügend Alleinstellungsmerkmale.
Achim Edenhofer



GEDANKENRASEN – Innere Apokalypse
Sehr ansprechende eindringliche Scheibe, deutsche Texte in beängstigender Sprache, die besonders meine Seele berühren, die grad selbst betroffen ist. Einige Passagen, die auch aus meiner Feder stammen könnten, gehen unter die Haut, regen zum nachdenken an, verweilen in vergangen Tagen, Wochen, Monaten! Tiefgründig die Abgründe manchen menschlichen Seins reflektierend, wiederkäuend, verpackt in harte elektronische Klangsalven, die gezielt die Worte der Künstler und deren Wut, Pein und Seelenschmerz akzentuiert zum Ausdruck bringen. Bin sonst nicht so der Elektrojunkie, doch dieses Werk trifft bei mir den Nagel auf den Kopf. Kein Weichspüler drin, kein Schongang, eiskalte Abrechnung mit Vergangenem, opulent durch Musik und Worte, die zu Bildern im Kopf werden umgesetzt.
Sicher nur hörbar für melancholische Momente und kein leichter Stoff, dennoch lohnenswert für Wesen deren Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze konzipiert wurde. Diese sollten sich unbedingt einmal dieses Hör-und Denkerlebnis verpassen.
Neo



HOT CHICK BANGED – Hot Chick Banged
(Leoni – House Of Audio HOFA)
HOT CHICK BANGED bezeichnen ihren eigenen Stil als “Exzessiv-Rock” und die Bezeichnung passt, treten HOT CHICK BANGED doch mit Leopardenmantel und Cowboystiefel in Erscheinung und liefern dann groovigen Hardrock ab, der mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einigen Hörern Euphorie und Bewegungsdrang auslösen wird. Die Songs auf dem gleichnamigen Album sind Rock'n'Roll pur und ziemlich partytauglich. Schrill und gutgelaunt rocken HOT CHICK BANGED somit auf ihre eigene exzessive Weise und sind dabei so temporeich, dass sie den Hörer schnell in ihren Bann ziehen können.
Marleen Karthaus



ILLUMINATE – Grenzgang
(Gallery (Indigo))
Illuminates neues Album Grenzgang kommt nur schleppend in Gang. Eingeteilt in drei unterschiedliche Teile, greift das Konzeptalbum Beginnendes, Zerfallendes und schließlich Zerstörtes auf. Das erste Stück “Mein Leben ohne mich” handelt von Entfremdung und Depressionen. Dazu passt natürlich ein schwerfälliger Unterton, doch für einen Opener ist das ganz schön schwere Kost. Es bleibt gehaltvoll, wie man es von Illuminate kennt. Doch keineswegs nur düster und pessimistisch. Zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit werden viele Fragen aufgeworfen. Manche Antworten finden die Songs selbst, andere bleiben dem Hörer überlassen. Was inhaltlich sehr zur Qualität dieser Band beiträgt fehlt leider in der Verpackung. Die Melodien sind oft einfach, die Reime vorhersehbar. Dabei sind widerhallende Lyrics ebenso überflüssig, wie sich wiederholende Refrains in höherer Lage. Stark bleiben die Klavierpassagen und interessante Einführungen in die Songs. Das lässt Grenzgang lebendig wirken. Aufgrund der Fülle an Gefühlen, die nicht selten etwas zu dick aufgetragen wirken, fällt es dem ungewöhnten Hörer schwer, das ganze Album am Stück durchzuhören. Dennoch wird klar, dass Grenzgang ein Ganzes ist und so verstanden werden sollte.
Als besonderen Zusatz gibt es übrigens zur CD eine DVD mit Material zur Geschichte der Band.
Maria Hoffmann



LAHANNYA –  Dystopia
(Kabuki)
Wunderbar, wie sich eine Geschichte fortschreiben kann. Hat Lahannya  doch mit dem letzten Album den Weg zu einer Trilogie freigemacht, welche mit Dystoia jetzt schon mal den Mittelteil darstellt. Dystopia wirkt reifer und ausgewogener als noch das Vorgängeralbum. Die Entwicklung die Lahannya über die vergangenen Jahre gemacht hat, spiegelt sich in diesem Album sehr strukturiert wieder. Zusätzlich zu diesem Album wird Lahannya auf der aktuellen Tour von ASP in Erscheinung treten. So sieht man auch schon den Stellenwert, den sich diese Band in der Zwischenzeit in der schwarzen Szene erarbeiten konnte. Der Hörer wird auch in diesem zweiten Teil der Trilogie von der Musik gefangen genommen und nach dem letzten Akkord bittet man eigentlich nur noch darum, dass jetzt der dritte Teil so schnell wie möglich folgen möge. Lahannya hat eindeutig Suchtpotential.
Kai Grothaus



LEST – Odysseus
(Artist Sta (Phonag Records))
“Odysseus”, das neue Album von LEST, wird Ende November bei uns erscheinen. Es ist das Erstlingswerk und besteht aus sieben Titeln. Guter Gitarrensound, der allerdings stark an “Muse” erinnert. Ob die Band bewusst an die Melodien von “Muse” erinnern will, ist nicht ganz klar, denn noch gestaltet es sich sehr schwierig, etwas über die Musiker herauszufinden. Vom Gesang her sind sich die beiden Bands schon ein wenig ähnlich und es wird spannend sein, wie sich LEST entwickeln werden. Im Moment klingen sie ein bisschen retro, erinnern an diverse andere Bands, machen aber gute, tanzbare Musik.
Melanie Haas



LIQUID GREY – Grey MaTTER
Eine Band aus Norwegen. Und Erinnerungen an PVC (“Berlin by Night”), Poesie Noire
und auch Iggy Pop werden wach.
Mr. Grey holt mit seinem ersten Soloprojekt den 80iger Gothic-Sound gekonnt zurück.
Songs wie “Red” und “Fire” lassen das Phäno-Album “First & Last & Always” der Sisters wieder gegenwärtig sein. Ein Klasse Album für alle Gothrock-Fans.
Anspieltipps: 1,3,7
Martin Ludl



MINERVE – Repleased
Bei dem Begriff Synthiepop fallen uns sofort Bands wie Depeche Mode, Mesh oder De/Vision ein.
Seit 2002 darf sich nahtlos ein weiterer Name dazu gesellen. Minerve ( Keyboarder Mathias Türk + Sänger Daniel Wollatz) gehören Zu den noch ganz jungen Bands, die auch im Ausland schon lange nicht Mehr nur ein Geheimtipp sind. Mit PLEASE veröffentlichten sie 2010 ihr erfolgreichstes Album und ließen es sich auch nicht nehmen ein Jahr später mit REPLEASED Ein Remix-Album der besonderen Art zu presentieren. Die Songs wurden u.a. von !distain, Destroid, Haujobb, Liquid Divine und People Theatre bearbeitet. Der Eurythmix Klassiker “Here comes the rain” eröffnet als neuer Track das Album, als Sahnebonbon gibt es eine Bonus CD zur Erstauflage obendrauf.
Synthiepoper werden ihre wahre Freude haben.
Anspieltipps: uneingeschränkt Alles !
Martin Ludl



MORIFADE – Empire Of Souls
IceWarrior Records
Einigen sind Morifade vielleicht noch durch den Helloween Tribute Song "Judas" in Erinnerung. Die Schweden trumpfen erneut mit einem tollen, semiprogressiven Melodic Powermetal Album,  einem klasse Sänger (Rising Faith´s Kristian Wallin) und Mathias Kamijo (Ex-Pain) an der zweiten Gitarre auf, das trotz der Keyboardlastigkeit und etlichen Bombast-chöreinsätzen via Powerdrumming und Stakkato-Riffing mit der jederzeit notwendigen Härte ("Fear Reader", "Road of Deception") daherkommt. "Bleeding for Lust" eröffnet in furioser internationaler Aufstellung und "Strength in Solitude" komplettiert das starke Selbstbildnis im Bereich der durch Acts wie Jag Panzer, Tad Morose, Stratovarius, Sonata Arctica und Dream Theater (Keys) abgesteckten Grenzen. "Resemblance of Hate sollte neben den eingangs erwähnten Tracks in der Start-up-Phase für Neueinsteiger herhalten.
Achim Edenhofer



OMNIA  - Musick And Poetree
Verzaubernd, melodisch wie von einer anderen Welt... Das sind wohl die am besten auf das Album passenden Worte. Musick and Poetree ist ein wundervolles Album welches ganz ohen Elektronik und Gitarre verzaubert. Wie wir es von Omnia kennen ist die Musik untermalt von einem wundervollem Gesang. Omnia sind und bleiben einzigartig und auch dieses Album vermag es wohl wieder jedes noch so aufgehitzte Gemüt zu beruhigen und zum träumen zu verleiten. Für alle die auch mal auf den vielen elektronischen Schnick-Schnack und die scheppernden Gitarren verzichten kann ist dieses Album eine Anschaffung wert - reinhören, abschalten und träumen.
Kristin Mueller



PATHS OF PRAKRITI – Axis Mundi
Merlins Nose Records
PATH OF PAKRITI ist eine Psychedelic-Rock Formation aus Norwegen, klingen aber, als kämen sie geradewegs vom Woodstock. Auf ihrem Longplaxer “Axis Mundi” geht es ziemlich experimentell zu, ohne dass es zu avantgardistisch wirkt. Vielmehr wird das originale 68er-Feeling zelebriert, welches bekanntlich von experimentellen und natürlich auch psychedelischen Klängen lebte. Dadurch entsteht ein in gewisser Weise spiritueller Subtext, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. PATH OF PAKRITI wirken wunderbar entspannt und strahlen auf “Axis Mundi” so viel Ruhe und Wärme aus, dass sie fast wie eine authentische Hippie-Band aus den 60er/70er-Jahren klingen.
Marleen Karthaus



PROJEKT MENSCH – Seelenfeuer
Seelenfeuer ist ein wirklich starkes und gelungenes Album. Starke Texte untermalt von guten Rocksounds. Gesanglich wie auch textlich bewegen sich Projekt Mensch jetzt schon auf einem hohen Niveau und machen Lust auf mehr.Von harten bösartig wirkenden Texten bis hin zu einfühlsamen, tiefgehenden und fast schon traurigen Texten lässt das Album keine Wünsche offen. Projekt Mensch gelingt es eine fast perfekte Harmonie in Text und Klang zu bringen. Alle Fans von Eisbrecher, Megaherz und co. werden auch Projekt Mensch lieben und sollten sich Seelenfeuer definitif mal zu gemüte führen. Einen Einblick gibt es auch auf unserer beiliegenden DARK SPY CD.
Kristin Mueller



PUSSYBATS – PussyPussyBangBang
Mit diesem Album bringen die Pussybats ein wirklich gelungenes Werk auf den Markt. Das Album bewegt sich irgendwo zwischen melodischen,düsteren und rockigen Melodien und wird gesanglich wirklich top untermalt. Die Texte passen wunderbar zum Musikstil und wirken wirklich sehr gut durchdacht. Mit 10 Liedern ist das Album vielleicht nicht eines der längsten aber trotzdem für alle Fans von düster-melodischen Rock eine Anschaffung wert.
Kristin Mueller



RAFALE – Obsessions
(Rise Records)
Das Debut des französischen Trios ist endlich da. Nach drei EPs erscheint nun mit “Obsessions” der Erstling der Band. Die Musik ist geprägt von poppigen Elektrosounds gespickt mit ein paar Rockelementen. Seit 2007 gibt es die Band schon und feierte mit ihren drei EPs große Erfolge in der Elektro-Szene. Gute, energiegeladene Musik, die zum Tanzen und Abfeiern einlädt. Wahrlich ein schönes Album, dessen 10 Songs abwechslungsreich und schön abgestimmt sind. Bestimmt wird auch dieser Longplayer einschlagen und an die vorherigen Erfolge der Band anknüpfen. Mal schauen, wann sich die Drei einmal nach Deutschland verirren, um auch die Fans hierzulande mit ihren Live-Auftritten zu begeistern…
Melanie Haas



Re:\LEGION – ElevenElebenEleven
(e-noxe, Al!ve)
Mit ihrem neuem Album starten die Jungs von Re:\Legion, mit gewohnter textlicher wie musikalischer Stärke, voll durch. Mit ElevenElevenEleven liefern sie ein unglaublich vielfältiges Werk für das die beiden sich diesmal sogar eine weibliche Sängerin an Bord geholt haben. Von entspannenden, ruhigen oder verspielten Synthesizer-Klängen bis hin zu einem ins Blut gehenden Bass lässt das Album keine Wünsche offen. Auch die kleinen gesanglichen Schwächen die man auf “13 Seconds” und “State Of Mind” noch teilweise leicht heraushörte sind mittlerweile nicht mehr vorhanden. Während die erste CD gefüllt ist mit elf brandneuen Re:\Legion Songs so beglückt uns die zweite CD mit elf qualitativen Remixen von Bands wie Chrom, das-kollektiv uvm..Doch als wäre das schon nicht genug stellen Re:\Legion zur Release von ElevenElevenEleven noch elf weitere Songs zum kostenlosen Download auf ihrer Webseite online und auch diese Songs büßen keineswegs in Qualität ein! Es ist schön das bei all dem nicht der typische Re:\Legion – Klang verloren geht. Für alle Freunde von Re:\Legion und den elektronischen Klängen ist das Album definitif eine Anschaffung wert! Kurzum ein tolles Album und eine gebürtige Fortsetzung der Re:\Legion-Ära.
Kristin Müller



ROMAN LEYKAM – The Mainspring
Seit dem 4ten Oktober gibt es das neue Album von Roman Leykam erst und es ist bei Amazon.de zurzeit nur als Import verfügbar, wenn es denn auf Lager wäre, was es aber leider nicht ist. Wie zu erwarten, präsentiert sich auch dieses Album als akustischer Klangteppich, der in die Gehörgänge dringt und in ferne Welten entführt. Musik zum abschalten und im Gegensatz zum hektischen Alltag. Sphärische Klänge, die sehr gefühlvoll rüberkommen. “The Mainspring” ist das zweite Soloalbum des Gitarristen Roman Leykam  und auch ohne Frank Mark macht er eine gute Figur.
Melanie Haas



ROTERFELD – Blood Diamond Romance
Aaron Roterfeld aus Österreich beginnt langsam aber sicher sich einen Namen in der Musikszene zu machen. Das schafft er mit ungekünstelten Rocksongs, die zwar nicht immer das absolut Neueste sind, aber dafür authentisch wirken. Sein neues Album Blood  Diamond Romance lässt er dann kurzerhand von Hiili Hiilesmaa produzieren, der schon mit  HIM zusammengearbeitet hat. Dann kommen auch noch Christian und Frank Berman dazu – mitverantwortlich für Musikgrößen wie Sting und Coldplay. Beste Voraussetzungen um aus Roterfelds tiefer, eindringlicher Stimme das Beste herauszuholen.  Hier sind Profis am Werk, zumal auch Roterfeld selbst seit seiner Kindheit musikalisch gebildet ist. Auf alles was da noch kommen mag, darf man sehr gespannt sein.
Maria Hoffmann



SUBSTANCE OF SHADE – Starships & Sidewalks
(KOI Records)
Der Name Sunstance of Shade hat bereits beim Debut 2005 für Furore gesorgt, denn mit dem damaligen Album “The Fortress of Echoes” gingen einige Szenehits wie Lovesong oder Numeric Fields einher. Nach dem Ausstieg von Sängerin und Gründungsmitglied ChedliaTebbi wurde Oliver Thom in Sängerin m.o.s. fündig. Die Mischung aus Minimal- und Electro und der Kombination von harten Gitarrenriffs zeigt, das die beiden Musiker ein breites musikalisches Spektrum beherrschen. Die markante Stimme von Sängerin m.o.s. verleiht der ganzen Sache einen gewissen Charme von Unverwechselbarkeit. Auch auf Starships & Sidewalks befinden sich wieder Perlen, die den Weg in die gängigen Clubs finden werden. Gespannt sein darf man auch auf die geplanten Konzerte und Auftritte auf diversen Festivals die noch in 2011 und 2012 erfolgen sollen.
Kai Grothaus



THE ANIX – Sleepwalker
(Cleopatra /
Anix ist eine Band, die aus dem sonnigen Kalifornien zu uns rüber gekommen ist und zu dem viele verschiedene Gastmusiker mit auf ihrem Doppelalbum hat werkeln lassen. Allen voran u.a. Bandmitglied Brandon Smith, der auch bei Apoptygma Berzerk an der Gitarre steht. Musikalisch derweil ist das Album nicht mit den der APB nicht zu vergleichen. Vielmehr sind eher deren selbst benannten Einflüsse wie z.B. “30 Seconds To Mars” deutlich hörbarer ist. Obwohl mir ein wenig die Exklusivität des Stils fehlt, ist doch das gesamte Album sehr hörbar. Ein wenig Electropop und gute nicht überhörbare Rockeinflüsse von echten Profis. Die Dreingabe, eine zweite CD mit verschiedenen Remixen, macht es einem auch noch leichter sich die Scheibe zueigen zu machen. Gute 90Min Musik lassen eigentlich keine Langeweile aufkommen. Aber es sticht auch nichts wirklich extrem positiv oder auch negativ hervor. Außer evtl. zwei Coverversionen, die ich für nicht soooo gelungen halte. Verhackstückt wurden “Cry Litte Sister” (Gerard McMann) und “Burn” (The Cure). Letzteres zusammen mit der gesamten APB-Truppe.
Oliver Garrandt



THE FLAW – All You Have
Artist Station/Soulfood
Nicht zu verwechseln mit den US Tool-Alikes "Flaw" fahren The Flaw aus Dortmund die von Frank Bornemann (u. a. Scorpions) sauber produzierte Rock/Gothic-Pop Schiene mit interessant perlenden Synthieparts und weiteren technischen Spielereien (Piano-Linien, Akustik-Passagen). Oft genug wagen dennoch die Doppelgitarren Ausbrüche an die zarte und durch die besonders in ruhigen Passagen hervorzuhebende weibliche Frontstimme von Alexandra Leu, gespannte Oberfläche. "Flickering Lights" hat definitiv Hitcharakter und ist eher die metallene Ausnahme in einem melancholisch-ruhigem, emotional zielsicher berührenden Rockwerk. Da der Düsterfaktor stimmt, ist auch die Zielgruppe von tollen Schwarzfärbersongs wie dem treibenden "Enclose Me", dem starken, im Midtempo gehaltenen Opener und Titelsong oder aber dem wunderschön ruhigen "Feel the rain" schnell eruiert. Klasse Cover-Artwork übrigens!
Achim Edenhofer



THE VIOLET TRIBE – Grand Hotel
Mit Grand Hotel bringen The Violet Tribe ein faszinierendes Album in die CD Regale. Die Frauenstimmen verzaubern und der Musikstil bewegt sich irgendwo zwischen melodisch düsterer Musik mit einer Prise orientalischem Flair. Das Ganze wirkt anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber nach einer kleinen Gewöhnunsphase verzaubert die Musik den Hörer förmlich. Kurz gesagt ist das Album für alle Liebhaber von düster melodischer Musik wirklich mal eine Anschaffung und ein reinhören wert.
Kristin Mueller



TONIA REEH – Boykiller
Locker, melancholisch, forsch, schnell, langsam, klassisch, still, laut, schrill! Diese Attribute kann man der Scheibe unterstellen, die mit 11 Titeln aufwartet. Balladenhafte Weisen durch ein sehr harmonisch bestimmendes Piano, eine kräftige, klare, rauchig weibliche Stimme der Berlinerin, die einem teilweise Gänsehaut verpassen kann, zum Nachsinnen anregt, der Welt entrückt und doch so lebensnah, schön anzuhören. Teilweise Barmusikcharakter, Indie, Pop,  wiederrum schräg an Skunk Anansie erinnernd und doch eigen in seiner Klangfarbe. Die Sounds im Hintergrund, zur Untermalung dargereicht, paaren sich harmonisch mit der abgerundeten Melodie und zeigen viel Gefühl für Sinn und Details für des Lebens Würze. Sensibel und emotional ansprechend, ein Klangerlebnis der anderen Art, sicher nicht für jeden bestimmt, doch es lohnt sich mal ein Ohr draufzuwerfen.
Neo



TRI STATE CORNER – Historia
Drei Länder Eck Mentalität der polnisch- griechisch – deutschen Formation deren mediterranen Elemente, die der 5 köpfigen Rock-/ Metallband, im Bergischen Lande beheimatet, einen einzigartigen unverwechselbaren Klangcharakter verleihen. Eine Bouzuki; griechisches Saiteninstrument; spielt dabei die sozusagen erste Geige, verleiht den harten Weisen einen spielerischen Charme und trägt die Melodie sanft herüber. Als Support für Nazzareth und J.B.O. beispielsweise sorgten sie schon im Anno 2007 für Aufsehen bei Presse und Publikum und tragen durch ihre innovativen Umsetzungen dazu bei, dass die Rockszene aufgepeppt wird und durch sie bereichert. Die Texte in griechisch und englisch vorgetragen laden zu guter Laune und Mittelmeerflair ein und stehen doch in nichts nach, was die eingefleischten Rockerherzen höher schlagen lässt. Eben eine Symbiose die abwechslungsreich daherkommt und unbedingt mal gehört werden sollte.
Neo



UMBRA ET IMAGO
(Oblivion/SPV)
Was könnte es schöneres geben als eine Rezension zu schreiben über eine Ausnahmeband, die mittlerweile ihr 20jähriges Bestehen feiern konnte. Das ein solches Jubiläum im Hause Umbra et Imago nicht wie ein gewöhnlicher Geburtstag gefeiert werden würde, war schon zu vermuten. Mozart und sein Gefolge luden nach Karlsruhe ein, wo die Band ein Set ablieferte, welches viele alte Stücke in klassischem Gewand zeigte, aber auch eine fulminante Rockshow. Dies alles wird nun auf der DVD “20” als komplette Show veröffentlicht. Wer dies Jubiläumskonzert verpasst hat, sollte die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich dieses Set aus DVD und CD zulegen, denn eine solche Zusammenstellung hat es in den vergangenen Jahren im Hause Umbra noch nicht gegeben. Für diejenigen, die das Glück hatten, diesem Konzert beizuwohnen, bietet sich hiermit ein schönes Erinnerungsstück an einen unvergesslichen Abend.  
Kai Grothaus



VARIOUS – Körperschall Vol.2
(Echozone/Körperschall)
Die zweite Compilation aus der Remix-Schmiede von Körperschall. 17 Electro-Songs, die durch die Labeleigenen Künstler durch den Remix-Cutter gemixt wurden. Hier haben sich Künstler Dr. Kranck, Diodati, Neo, Industriegebiet, Gedankenrasen und Ellipse verewigt. Es reiht sich ein Tanzflächenkracher an den anderen, wobei man vielleicht bei der gesanglichen Performance zu manchem Song vielleicht kleine Abstriche machen muss. Aber das ist definitiv kein Grund um hier negative Tendenzen anzubringen. Für den Liebhaber von elektronischen Soundlandschaften über treibenden EBM-Sound hin zu harter Gitarrenarbeit ist diese CD ein wahrer Fundus an gut gemachten Songs mit einer enormen Bandbreite, die auch auf diversen schwarzen Diskoabenden im CD-Laufwerk des DJ´s landen werden. Als Tanzflächenfüller ist diese CD bestens geeignet und auch für den alltäglichen Heimgebrauch ist diese Compilation wärmstens zu empfehlen. Hier darf man auf jeden Fall auch auf den dritten teil der Compilation-Reihe gespannt sein.   
Kai Grothaus



ZIP TONE – Sandman
(Next Vice)
Stellenweise erinnert die Stilrichtung des Silberlings, der Ende Oktober erschien, an die isländische Sängerin Björk, aber auch ohne diese Assoziation macht ZIP TONE eine recht gute Figur. Angenehm ruhig und zerbrechlich erscheinen die Melodien, in die sich der Gesang perfekt einfügt. Ein wenig melancholisch, atmosphärisch aber stets gefühlvoll präsentieren sich die 13 Songs des Debut-Albums “Sandman”. Die Musik stammt komplett aus einer Hand: Kerstin Leidner ist die Frau, die hinter ZIP TONE steckt. Sie komponiert, schreibt, produziert und singt ihre Songs ganz alleine. Auch bei ihrem ersten Videoclip, hat sie alles, soweit sie konnte selbst arrangiert. Respekt! Unter diesem Aspekt darf man gespannt sein, was da noch alles kommt. Das Debut zumindest ist schon mal TOPP.
Melanie Haas

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 29. November 2011 um 13:58 Uhr
 

Montag, 23. Oktober 2017

Valid XHTML & CSS | Design by: LernVid.com